Kriminalfall um verschollenes Klimt-Gemälde geklärt

Mehr als 8 Millionen Euro Schadenersatz musste die Stadt Linz zahlen, weil drei Schiele- und ein Klimt-Bild nicht mehr aufzufinden waren. Die Kunstwerke stammten aus einer Leihgabe der Linzer Künstlerin Olga Jäger im Jahr 1951. Alle Nachforschungen der Stadt – auch eine öffentliche Auslobung von 5.000 Euro für Hinweise – blieben erfolglos.

Sekretärin versteckte Bild

Nun ist zumindest eines der Bilder überraschend wieder aufgetaucht. Es handelt sich um die Zeichnung „Zwei Liegende“ von Gustav Klimt. Eine 1977 pensionierte und 2017 verstorbene Sekretärin der Neuen Galerie der Stadt Linz hatte das Bild widerrechtlich an sich genommen. Als die Frau von den Nachforschungen der Stadt erfuhr, versteckte sie das Bild in einem Schrank und verfügte, das Bild nach ihrem Tod der Stadt zurückzugeben. In ihrem Testament gab die Verstorbene an, sie habe seinerzeit bemerkt, dass Leihgaben in der Neuen Galerie nicht entsprechend dokumentiert waren, und Walter Kasten, den damaligen Leiter, darauf angesprochen. Kasten verlangte von ihr, zu schweigen und niemanden zu informieren. Dafür „schenkte“ er ihr das Klimt-Bild „Zwei Liegende“.

Spannender Kriminalfall

Walter Kasten war 1951 Kustos der von Wolfgang Gurlitt gegründeten und geleiteten „Neuen Galerie der Stadt Linz“, die Verstorbene seine Sekretärin. 1953 übernahm die Landeshauptstadt Linz die Neue Galerie sowie Gurlitt und seine Sekretärin...

5 Veröffentlicht von - Meinbezirk.at - 2018.02.13. 10:36
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