Anrainer protestieren gegen geplanten Monsterbau

DÖBLING. Das sonst so ruhige Grätzel rund um die Bauernfeldgasse ist in Aufruhr. Der Grund sind die Pläne des Immobilienentwicklers Andreas Hötzl, zwei Wohnblocks um eineinhalb Stockwerke zu erhöhen. Eine jahrelange Baustelle und eine beträchtliche Einschränkung der Lebensqualität wären im Falle einer Bewilligung die Folge.

Als Vertreter der Anrainer ist nun Anwalt Helmut Platzgummer auf den Plan getreten. "In den insgesamt 24 Wohnungen leben viele ältere Leute. Diese werden aufgrund der Belastungen entnervt aufgeben", sagt Platzgummer. Ein weiteres Detail stößt dem Anwalt sauer auf. Der Bau war bis 2015 im Besitz der Enkelinnen des früheren Bundespräsidenten Michael Hainisch. Dieser sorgte 1965 in seiner Schenkungsurkunde dafür, dass die Wohnungen nur für Hochschulprofessoren zu leistbaren Mieten bereitgestellt werden. Die betagten Enkelinnen wohnen derzeit im Wohnhaus Nummer 9 und wollen den Umbau nicht. "Mit dem Verkauf der Wohnungen durch die Buwog an die 'Hötzl Business Group' ist dieses Recht nicht erloschen", mahnt Platzgummer.

"Ich habe die Befürchtung, dass hier Luxuswohnungen entstehen, die sich keiner der derzeitigen Bewohner mehr leisten kann", so der Jurist, der selber in der Bauernfeldgasse aufgewachsen ist.

"Es ist noch nichts fix"

Immobilienentwickler Andreas Hötzl versteht die Aufregung um die Baupläne nicht. "Bis dato ist noch keine Entscheidung gefallen. Derzeit wird mit...

2 Veröffentlicht von - Meinbezirk.at - 2018.02.13. 18:00
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